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Was ist LiFePO4? Der neue Standard für Powerstations

Update 2026: Wenn Sie heute eine Powerstation kaufen, sollten Sie fast immer auf LiFePO4 setzen. Warum das so ist, klären wir hier.

LiFePO4 vs. Li-Ion (NMC): Der grosse Unterschied

Früher steckten in Powerstations die gleichen Akkus wie in Ihrem Smartphone (Lithium-Ionen / NMC). Diese waren leicht, aber nach 500-800 Ladezyklen war Schluss. Die neue Generation nutzt Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4). Sie sind etwas schwerer, aber massiv langlebiger und sicherer.

Die Vorteile von LiFePO4

1. Lebensdauer (Der “ROI” Faktor)

Ein herkömmlicher Akku verliert nach ca. 500 Ladungen signifikant an Kapazität. Ein LiFePO4-Akku hält 3000 bis 4000 Zyklen, bis er auf 80% Kapazität fällt.

  • Rechenbeispiel: Wenn Sie die Powerstation jeden Tag komplett entleeren und laden, hält sie über 10 Jahre.

Ladezyklen Vergleich: Li-Ion vs LiFePO4

2. Sicherheit (Nageltest)

LiFePO4 ist chemisch extrem stabil. Selbst wenn Sie einen Nagel durch die Zelle treiben (Nageltest), brennt sie nicht. NMC-Akkus können bei Beschädigung thermisch durchgehen (“Thermal Runaway”). Für den Einsatz im Wohnmobil oder Haus ist LiFePO4 daher die sicherste Wahl.

Nachteile

  • Gewicht: LiFePO4-Zellen sind bei gleicher Kapazität ca. 20-30% schwerer als NMC.
  • Kälte: Wie alle Akkus mögen sie keinen Frost. Viele BMS (Batterie-Management-Systeme) blockieren das Laden unter 0°C, um den Akku zu schützen.

Fazit & Empfehlung

Für stationäre Anwendungen (Haus-Notstrom) oder Vanlife/Camping ist LiFePO4 heute Pflicht. Das leichte Mehrgewicht wird durch die 6-fache Lebensdauer mehr als wettgemacht.

Nur wenn Sie die Powerstation täglich im Rucksack auf einen Berg tragen müssen, könnte eine klassische (leichtere) NMC-Powerstation noch Sinn machen.