ProTip Schweiz

Notstrom zu Hause: Was in der Schweiz erlaubt ist (und was nicht)

Die Angst vor dem “Blackout” oder einer Energiemangellage treibt viele Schweizer dazu, Notstromaggregate zu kaufen. Doch Vorsicht: Wer einen Benzingenerator einfach an die Steckdose anschliesst, macht sich strafbar und begibt sich in Lebensgefahr.

Die Rechtslage in der Schweiz (NIV)

Das schweizerische Stromnetz ist streng reguliert (Niederspannungs-Installationsverordnung).

1. Die “Einspeisung” (Der teure Weg)

Wollen Sie, dass bei Stromausfall das Licht im ganzen Haus weiter brennt?

  • Voraussetzung: Ein Netzumschalter (Transfer Switch), installiert von einem konzessionierten Elektriker.
  • Funktion: Er trennt Ihr Haus physisch vom öffentlichen Netz, bevor der Generator startet.
  • Kosten: Schnell über 2000-3000 CHF (nur für die Installation!).
  • Achtung: Ohne Umschalter speisen Sie Strom zurück ins Netz (“Rückspeisung”). Wenn ein Techniker am Mast arbeitet, kann ihn Ihr Generator töten.

2. Die “Insellösung” (Der einfache Weg)

Hierbei wird nichts am Hausnetz verändert. Sie nutzen eine Portable Powerstation (wie eine riesige Powerbank).

  • Legalität: 100% legal, keine Bewilligung nötig (auch für Mieter!).
  • Funktion: Sie stecken Kühlschrank, Lampen oder WLAN-Router direkt an die Powerstation an.
  • Vorteil: Keine Installationskosten, mobil und sicher.

Welche Lösung brauche ich?

Szenario A: “Ich will nur den Kühlschrank und News retten”

Hier reicht eine Powerstation der 1kWh-Klasse. Sie müssen keinen Elektriker rufen.

Szenario B: “Ich will kochen und heizen”

Heizen mit Strom ist im Notfall extrem energieintensiv. Ein Elektroherd zieht 2000-3000 Watt.

Fazit

Lassen Sie die Finger von Bastellösungen am Sicherungskasten. Eine Insel-Lösung mit Powerstations ist für 95% der Schweizer Haushalte die wirtschaftlichere und sicherere Wahl.

Sie sind flexibel, können die “Notstrom-Reserve” im Sommer zum Campen nutzen und riskieren keine Konflikte mit dem EW (Elektrizitätswerk).


Verweise